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Sep 10
2008

Kurzdistanz Koenigsdorf 7. September 2008

geschrieben von Beate Kakpa in [Ohne Zuordnung] 

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 Dies sollte heuer mein letzter Triathlon werden. Da ich eigentlich die Sprintdistanz am liebsten mag, beschloss ich kurzer Hand nicht die Halbdistanz sondern ‘kurz and knackig' zu wählen.

Das Schwimmen im Badesee bei angenehmer Temperatur sowie mit etwas weniger angenehmem Seegras war bald vorbei und ich freute mich schon, am Rad richtig Gas geben zu können. Ich kannte die Strecke nicht, sie sollte aber im wesentlichen flach sein. Die Strecke führte über einen etwas schmalen Güterweg mit schlechtem Asphalt über die Bundesstrasse wieder zurück zum Ausgangspunkt, eine grosse Runde von 29,2km. Ein kleiner Mini-Anstieg mit schneller Abfahrt war das Highlight.  Der Wind hielt sich in Grenzen. Mein Ziel war es einfach, die Athleten die ich vor mir sah, einzuholen. Dies gelang mir auch recht gut.

Als ein Fahrer kurz vor mir scharf rechts abbog und der Streckenposten ihm zurückwinkte, weil er falsch abgebogen war, dachte ich für einen Moment, dass ich ihm nachfahren sollte.  Doch dann wurde mir klar, dass selbiger und nicht ich falsch lag und dass es doch geradeaus weiter ging. Ich bremste abrupt und kam immens ins Schleudern, konnte aber einen Sturz verhindern. Ich drehte um und war wieder auf dem richtigen Kurs. Das Mannöver war jedoch recht gefährlich, da von hinten einige fast auf mich drauffuhren. Auf meine Radzeit von 49:30 bin ich sehr stolz, stellte sich doch später heraus, dass nur wenige Männer kaum schneller als ich waren. Die Laufstrecke erwies sich als äusserst öd und heiss, entlang verdorrter Felder, zumeist über staubige Feldwege, und war länger als die angegebenen 3,5km pro Runde. Auch suchte ich vergeblich nach Labestellen - es gab nur eine im Zielbereich, die ich aber im Trubel total übersah. Da keine Markierungen vorhanden waren, dachte ich zuerst, dass meine 18min+Zeit langsam war, eine Runde war aber tatsächlich 4km lang. Es war echt mühsam.

Wie ich später hörte, sagte eine Athletlin, dass ihr Vater die unglaubliche Temperatur von 37ºC auf der Laufstrecke gemessen hatte. Da ich eine sehr gute Hitze-Läuferin bin, dachte ich nur, dass es den anderen auch nicht besser bzw. noch schlechter ergehen würde. Und so war es auch, viele marschierten. Nach 1h 44 min war ich heilfroh, durch den Zielbogen laufen zu können. Dass ich die schnellste Dame insgesamt auf der Kurzdistanz war, wurde mir erst später klar, als ich mehrmals darauf angesprochen wurde!  Wie's schien hatte ich meine langsame Schwimmzeit mit meiner fanstastischen Rad- und Laufzeit mehrals wettgemacht. Welch krönender Saisonabschluss - ich war noch nie Gesamtsiegerin bei einem Triathlon. Zyniker könnten einwenden, das das Event halt schwach besetzt war, das tut meiner Freude über meine Leistung aber in keinster Weise einen Abbruch.

An dieser Stelle möchte ich ein Lob an die Veranstalter ausprechen, die Strecke war gut abgesichert, verkehrsarm, und es war allgemein eine entspannte freudige Stimmung zu spüren. OK, das mit den Labestellen hätte man besser machen können, kaum jemand hat aber damit gerechnet, dass subtropische Bedingungen vorherrschen würden.




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