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Apr 11
2010
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Wienerwald Radmarathon: nix für Schönwetterbikergeschrieben von Jeff Heusserer in Wettkampf, Radrennen, Jeff |
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Es war eine lange Phase der Entscheidungsfindung! Obwohl es zuhause bereits geregnet hat, bin ich mit der notwendigen Ausrüstung in der Früh nach Mödling gefahren um mich vor Ort zu entscheiden, ob ich am 9. Wienerwald Radmarathon (Veranstalter Radclub Mödling) mitmachen werde. Nach Abholung der Startnummer kurz vor 9:00 hab ich abgewartet, wie sich das Wetter entwickeln wird. Leichter Regen, 7 Grad ... "des mag i net" ... doch dann: die Sonne bricht durch die Wolken - ein Zeichen! Ich mache mich startklar und hab auch noch Zeit ca. 10min einzurollen. 2min vor dem Startschuss um 10:00 bin ich bereit zum loslegen. Die Sonne hat sich mittlerweile wieder vertschüsst, der Regen nicht! Ich seh mir die Adjustierung der Teilnehmer an. Tlw. dick eingepackt mit Regenschutz, Handschuhen, etc. HANDSCHUHE! Sch... die hab ich vergessen! Wird wohl nicht soooo kalt werden. Wir rollen los! In der Regenjacke wird mir bald zu warm ... verstauen ... dann nimmt das Rennen seinen gewohnten Lauf. Schauen dass man am Anfang nicht unter irgendwelche Räder kommt, seine Gruppe suchen, usw. Hab nach einiger Zeit zu einer Gruppe aufgeschlossen, mit der ich mithalten kann. Bei der bleibe ich bis zur ersten längeren Abfahrt. Die Straßen sind voll Wasser und ich weiß nicht, wie gut mein Rad hält, deshalb bin ich bergab - wahrscheinlich zu - vorsichtig. Das ist leider das ganze Rennen so - und ich verliere dadurch einige Zeit und die eine oder andere Gruppe und muss daher entweder allein fahren oder mich zurückfallen lassen. Doch das stört mich jetzt nicht! Vielmehr, dass auf langen Flachstücken mit höherer Geschwindigkeit meine Zehen und Finger "einfrieren" und klamm werden. Was gäb ich jetzt für lange Handschuhe! Ich tu mir zwischendurch echt schwer beim Bremsen, Schalten, Drinken und Essen. Kein Gefühl in den Fingern! Es hat nur mehr 4-5 Grad! Ich freu mich richtig auf jeden Berg, wo es langsamer geht und ich die Hände tlw. unters Leiberl stecken kann oder sie mit meinem Atem zu wärmen versuche. Ca. 20km vor Ende - immer noch Regen - spült es mir auch noch die Kontaktlinse aus dem Auge und das heißt ich fahr einäugig ...
Doch jede Tortur hat ein Ende! Die letzten Steigungen muss ich schon mit weniger Elan nehmen, doch dann roll ich bei 3:09h durchs Ziel - und bin froh, heil angekommen zu sein. Die Zeit ist nicht berauschend! Fast 15min langsamer als im Vorjahr! Ich glaub, ich muss noch viel Fahrtechnik trainieren bei widrigen Umständen! Die Umstände dazu hätten heute gepasst, Trainingsfahrt wars keine! Mit meiner Leistung am Berg und im Flachen bin ich jedenfalls sehr zufrieden - und weiß seit heute sicher, dass ich kein "Schönwetterradler" bin - aber lieber ist mir doch, wenn die Sonne scheint!

