Le Tour de Fr…..itz von 1. – 4. Mai 2008 Als Teamfahrer im Ciclopia Team beschloss ich die 4-taegige Tour zu fahren, anstelle eines Radblocks quasi. 1. Etappe Strassenrennen in Andlersdorf 78km Bei kuehlem und windigem Wetter gings los. 5 Runden zu 15.5km. Bald formierte sich eine homogene Gruppe und ich genoss es richtig, verschiedenen Positionen der Windkante auszutesten. Das Tempo war relativ locker und im Nu verflog die Zeit. Bei der 500m Markierung kurz vorm Ziel, dachte ich mir, ich setze zum Zielsprint an, um den Ueberraschungsmoment auszunuetzen. Doch auch mir war klar, dass es eventuell zu frueh war! Dennoch rettete ich mich als 1. Dame meiner Gruppe ins Ziel- geschafft!! 4. Platz 2. Etappe EZF Andlersdorf 15.6km Dies sollte mein Tag warden. Gut ausgeruht ging ich hochmotiviert an den Start. Gerhard ueberlies mir selbstlos wie er eben ist seine aerodynamische Zippscheibe. Als Andy Blueml, der Ansager, erwaehnte, dass ich Duathlonmeisterin und eine sehr starke Zeitfahrerin bin, gab mir das nochmal einen Kick und ich stuermte los. Der Tacho zeigte zumeist um die 43km/h und ich genoss foermlich den Speedrush! Die letzten 3 km waren dann Gegenwind und ich kaempfte und kaempfte. Es gelang mir, einige vor mir einzuholen und am letzten Kilometer gab ich nochmal alles! Meine fantastische Zeit von 23:17 (40,2km/h Schnitt!!!) brachte mir weit ueberlegen den Etappensieg (fast 1,5 Min vor der 2. Dame). Nun lag ich bereits auf Platz 2 in der Gesamtwertung. 3. Etappe ‘Koenigsetappe’ Strassenrennen in Ebenthal 95km Dass dies kein Honigschlecken werden wuerde war mir klar. Die Devise war hier einfach, bei den anderen Damen dranzubleiben. Fuenf mal waren zwei kleine knackige Anstiege zu bewaeltigen, autsch, das wird weh tun!! Bestimmt man ja nicht selbst das Tempo, sondern die Gruppe!! Im Pulk von 200 Fahrern gings los mit ‘neutralem Start’ auf den ersten drei Kilometern und dann ging die Post ab. Die erste Runde wurde gleich mal ordentlich Tempo gemacht – doch, wie soll man das 5 Runden ueberleben!! Einige Ausreissversuche wurden erfolgreich vereitelt, zumeist Dank meines Freundes Gerhard. Da die Runde auch ein laengeres Bergabstueck beinhaltete, traute ich mich gar nicht auf den Tacho zu sehen, da ich noch nie ueber 70km/h im Pulk bergab gefahren bin!! Mein Freund war auch etwas ueberrascht ob meiner Risikobereitschaft – war es doch aber noetig um an der Gruppe dranzubleiben! Gegen Ende wurde nochmal Tempo verschaerft und ich rettete mich mit Zeitgleichheit ins Ziel. Immer noch 2. Platz Gesamt!! 4. Etappe Bergzeitfahren Kahlenberg 4km Klingt nicht nach viel, aber die 15 Minuten haben geschmerzt. Im Pulk gings vom ‘Donau Fritzi’ zum Start am Fusse das Kahlenbergs. Der erste Kilometer ging gleich mittelsteil hoch. Ich kriegte keine Luft und dachte ich muesste explodieren. Mein Schnaufen, nein, es war fast ein Schreien, musste erschreckend auf Zuschauer gewirkt haben – aber mir war das in diesem Augenblick so was von egal. Auf Platz 3 liegend kaempfte ich mich hoch, dem Kopfsteinpflaster trotzend… da ueberholte mich Dame 4 – nein, das konnte ich nicht akzeptieren!! Ja, jetzt wieder auf Position 3! Da war die 2. Dame ein paar Meter vor mir – doch ich wusste nicht mal wie ich die letzten 500m ueberhaupt ueberleben sollte, und letztendlich war sie 1 Sekunde vor mir im Ziel. Ja, so eine Radrundfahrt ist so viel anders als ein Duathlon/Triathlon!! Gesamtplatzierung: 2. Dame!! Fazit: Eine tolle Lernerfahrung, ein paar Pokale und Blumenstraeusse mehr. Drei unserer Teamkollegen stuerzten, einer musste ins Spital mit Schulterblatt- und Rippenbruechen. Also, eigentlich kann ich es Euch nicht empfehlen!! Und doch gab es Momente der Gruppendynamik, die mich irgendwie erahnen lassen, warum manche sowas ueberhaupt immer wieder machen…..
Obwohl ich eher der Somme rtyp bin und Hitzeschlachten liebe, liess ich mich überreden, bei den Querfeldeinrennen der Wintercup-Serie teilzunehmen. Da ich letztes Jahr wieder bei den längeren Trainingseinheiten etwas ernüchternd feststellen musste, dass ich eigentlich lieber eine Stunde Vollgas gebe, als stundenlang herumzueiern kam mir die Renndauer (60 min + 1 Runde) nur entgegen. Meine Erfahrungen abseits der Strasse sind aber eher spärlich und so sah ich das Ganze als Live-Technikworkshop!
So bestritt ich vier der fünf Rennen, eines in Andlersdorf, eines auf dem Cyclodrom auf der Donauinsel, eines in der Schwarzlackenau und das Finale in der Brigittenauer Bucht auf der Insel. Die Veranstalter liessen sich einiges einfallen, um den 1-2km langen Rundkurs interessant zu gestalten, mit vielen engen Kurven, holprigen Wiesen, knackigen verwurzelten Anstiegen, steilen Treppen, rutschigen Hangschrägfahrten, etc., Bikerherz was willst du mehr!!
Gleich vorweg, trotz Debüt, gelang es mir die Wintercupserie zu gewinnen.... Und dies obwohl ich beim letzten Rennen in der vorletzten Runden einen Patschen hatte, und daraufhin beschloss, das Rennen laufend und Rad schiebend zu beenden. Dies stiess allgemein auf Bewunderung, wussten doch viele Biker nicht, dass ich ja auch recht gut laufen kann. Was mich aber um so mehr überraschte war die Tatsache, dass ich obwohl ich fast 2 Runden laufend zurücklegte, auch 6 Runden insgesamt absolvierte wie alle anderen Damen, die aber fuhren. Tja, obwohl es etwas schmerzte, meine Führung aufgrund des Defektes abzugeben, konnte ich dennoch genug Punkte sammeln, um den Cup zu gewinnen. So wurde ich zwei mal 2. Dame, gewann das Rennen in der Schwarcklackenau souverän, und wurde einmal 4. und letzte Dame aufgrund des Raddefektes.
Űberraschender weise fuhr ich in der Schwarzlackenau, die mir persönlich aufgrund der engen single trails und tiefen Senken am technisch schwierigsten erschien am besten und meisterte sogar die zwei tiefen Lehmgruben, die mir tags zuvor noch Angst einflössten.
Es hat riesig Spass gemacht und obwohl ich radtechnisch noch viel lernen muss, freue ich mich über Fortschritte und diese wunderbaren Erfahrungen. Es ist schön, immer wieder neues zu entdecken und sich Herausforderungen zu stellen.
Auf das hab ich mich schon seit längerer Zeit gefreut, zusammen mit Gaffi in einem Damenteam zu starten.
Ein Shuttelbus brachte uns (zusammen mit Rädern) vom Ziel, wo wir unsere Autos parkten, zum Start in Bärnkopf. Vom Bus aus bekamen wir so die 43km lange Strecke von Bärnkopf bis Zwettl zu sehen. Wer das Waldviertel kennt, kann sich leicht vorstellen, dass dies keine gewöhnliche flache Zeitfahrstrecke sein kann. Es gab kaum Flachpassagen, und der Kurs schlängelte sich rauf und runter mit einer 1,3km langen Steigung, die extra als Bergsprint gewertet wurde.
Am Start hatte es kühle 8 Grad und ich fragte mich die ganze Zeit, was ich nun anziehen sollte. Ich entschied mich dann für Beinlinge, Langarmzeitfahranzug mit Ärmlingen drunter und Windgilet. Glücklicherweise hatte Gaffi ein zweites Paar Handschuhe mit. Auf die scharfen Linkursven ziemlich am Anfang wurde nochmals hingewiesen, die Strasse war stellenweise feucht. Da meine Stärke eindeutig nicht beim raschen Bergabfahren sondern Bergauffahren liegt, teilte ich Gaffi mit, bei den schnellen Bergabpassasgen einfach vorzufahren bis ich wieder auf sie aufschliessen würde. So ergänzten wir einander wunderbar. Da die Strecke vom Bus aus eindeutig schwieriger aussah, war ich dann etwas überrascht. Gut, bei der einen scharfen Kurve war ich plötzlich auf der linken Fahrbahn und kreischte etwas auf, GottseiDank kam grad kein Auto. Sonst war der Kurs super toll, es gab viele schnelle Passagen, wo man so richtig dahindüste, immer wieder kleine ‘Mugel', die man wunderbar durckdrücken konnte. Auch der eine Anstieg tat nicht wirklich weh. Dafür, dass wir noch nie zusammen ein Rennen gefahren sind, machten wir die Sache gut und die Zeit verging sehr schnell. Da mann ja immer wieder im Windschatten etwas ausruhen konnte, kam mir die Belastung gar nicht so schlimm vor, bei einem Einzelzeitfahren gibts ja keine solche Auszeiten!! Als einziges Damenteam war unsere Zeit 1:12, was in etwa 3. Platz in der Mixed Teamwertung gewesen wäre. Eigentlich schade, dass die anderen Damen es alle vorzogen, hinter (schnelleren) Herren zu fahren. Was soll's, uns hat es jedenfalls eine Menge Spass gemacht!! Ich freu mich schon auf nächstes Jahr!!
Beim Bergwirt in Moidram/Zwettl stärkten wir uns und bekamen Blumensträusse. Wieder ein supernettes Event, toll organisiert.
Dies sollte heuer mein letzter Triathlon werden. Da ich eigentlich die Sprintdistanz am liebsten mag, beschloss ich kurzer Hand nicht die Halbdistanz sondern ‘kurz and knackig' zu wählen.
Das Schwimmen im Badesee bei angenehmer Temperatur sowie mit etwas weniger angenehmem Seegras war bald vorbei und ich freute mich schon, am Rad richtig Gas geben zu können. Ich kannte die Strecke nicht, sie sollte aber im wesentlichen flach sein. Die Strecke führte über einen etwas schmalen Güterweg mit schlechtem Asphalt über die Bundesstrasse wieder zurück zum Ausgangspunkt, eine grosse Runde von 29,2km. Ein kleiner Mini-Anstieg mit schneller Abfahrt war das Highlight. Der Wind hielt sich in Grenzen. Mein Ziel war es einfach, die Athleten die ich vor mir sah, einzuholen. Dies gelang mir auch recht gut.
Als ein Fahrer kurz vor mir scharf rechts abbog und der Streckenposten ihm zurückwinkte, weil er falsch abgebogen war, dachte ich für einen Moment, dass ich ihm nachfahren sollte. Doch dann wurde mir klar, dass selbiger und nicht ich falsch lag und dass es doch geradeaus weiter ging. Ich bremste abrupt und kam immens ins Schleudern, konnte aber einen Sturz verhindern. Ich drehte um und war wieder auf dem richtigen Kurs. Das Mannöver war jedoch recht gefährlich, da von hinten einige fast auf mich drauffuhren. Auf meine Radzeit von 49:30 bin ich sehr stolz, stellte sich doch später heraus, dass nur wenige Männer kaum schneller als ich waren. Die Laufstrecke erwies sich als äusserst öd und heiss, entlang verdorrter Felder, zumeist über staubige Feldwege, und war länger als die angegebenen 3,5km pro Runde. Auch suchte ich vergeblich nach Labestellen - es gab nur eine im Zielbereich, die ich aber im Trubel total übersah. Da keine Markierungen vorhanden waren, dachte ich zuerst, dass meine 18min+Zeit langsam war, eine Runde war aber tatsächlich 4km lang. Es war echt mühsam.
Wie ich später hörte, sagte eine Athletlin, dass ihr Vater die unglaubliche Temperatur von 37ºC auf der Laufstrecke gemessen hatte. Da ich eine sehr gute Hitze-Läuferin bin, dachte ich nur, dass es den anderen auch nicht besser bzw. noch schlechter ergehen würde. Und so war es auch, viele marschierten. Nach 1h 44 min war ich heilfroh, durch den Zielbogen laufen zu können. Dass ich die schnellste Dame insgesamt auf der Kurzdistanz war, wurde mir erst später klar, als ich mehrmals darauf angesprochen wurde! Wie's schien hatte ich meine langsame Schwimmzeit mit meiner fanstastischen Rad- und Laufzeit mehr
Wettkampfbericht Ironman Podersdorf 30 August 2008
(3,8km Swim - 180km Bike - 42,2km Run)
Längere Zeit schon wollte ich eine Langdistanz-Triathlon Damen-Staffel ins Leben rufen, mit mir als Bikerin. Glücklicherweise wurde ich bei den VIC Runners fündig, und heuerte Ultra-Trail Runner Zana für den Marathon. Da unsere Schwimmerinnen alle urlaubsmässig verhindert waren, sprang eine Schwimmkollegin von Kathy namens Annika ein.
Bei warmem Spätsommerwetter gings los. Der langsam immer stärker werdende Wind lieferte hohen Wellengang und eine grosse Herausforderung auf der Radstrecke. Insgesamt gab es ca. 700 Starter, viele auf der Halbdistanz.
Annika kam nach 1h 11 min, nur mit einigen Sekunden Rückstand auf die schnellste Schwimmerin aus dem See. Dies gab mir die Möglichkeit, als erste Dame auf die Radstrecke zu wechseln, um mich mit den besten Bikern messen zu können. Es war ein Rundkurs von 45km zu fahren, 4 Mal. Der erste Teil war ziemlich schnell und mein Tacho zeigte 37km nach 1h. Doch die letzten 12km herrschte gnadenloser Gegenwind. Meine erste Rundenzeit von 1h 17 lies mich auf eine Gesamtzeit von ca. 5:20 hoffen. Die 2. Runde wurde etwa 1,5 Min. langsamer, der Wind immer stärker. Doch ich fühlte mich gut und nahm die 3. Runde in Angriff. Bis jetzt hatte mich nur eine Dame eingeholt, die spätere Gesamtsiegerin aus Deutschland. Doch es dauerte nicht lange und ich spürte wie ich in der Kurve wegrutschte. Die Strasse war aber staubtrocken!! Nein, einen technischen Defekt kann ich jetzt wirklich nicht brauchen. Doch die Luft in meiner Zippscheibe wurde immer weniger. Da ich ohnehin keinen Schlauchreifen wechseln kann, hatte ich auch kein Material mit. Ich sah mich nach Reserveschlauchreifen anderer Mitbestreiter um. Ein Triathlet stand am Strassenrand - ich nutzte die Chance und fragte ihn, ob er mir vielleicht den Schlauchreifen wechseln könnte. Da er offensichtliche Probleme hatte und ohnehin den Wettkampf frühzeitig abbrechen wollte, war er willens mir zu helfen. Leider stellte sich heraus, dass er zwar willig war, aber nicht sicher, ob es ihm gelingen würde!! Ich bedankte mich für seine angebotene Hilfe und versuchte die nächsten 30km zu Ende zu fahren, in der Hoffnung Gerhard würde mir schnell das Hinterrad austauschen können. Ich eierte um jede Kurve, da ich immer wieder ins Schleudern kam und der Seitenwind machte die Sache nicht einfacher. Gerhard begriff schnell, lief zum Auto und holte das Reserverad. Ich baute schnell die Scheibe aus, und war in 2 Minuten wieder auf der Radstrecke. Mit Wut im Bauch über die verlorenen 20 Minuten fuhr ich los, fast nix unter 40km/h!! Doch das kräftezehrende Fahren ohne Luft nach 160km brachte mich bald zur
Da Gerhard, mein Lebensgefährte, sowie andere Radlerfreunde beim
Gmünder Altstadtkriterium (mit Stargast Bernie Kohl und anderen Radsportgrößen) eingeladen waren, beschlossen wir kurzer Hand ein nettes Wochende in Gmünd zu verbringen, der Funfactor sollte diesmal im Mittelpunkt stehen.
Da auch dieses Jahr wieder ein Altstadt-Sprintduathlon (4,5k run - 24 bike
- 2,2k run) ausgetrugen wurden, wurde ich zur Staffelläuferin ernannt. Karl Reinisch, nach 16-jähriger Rennabstinenz, sollte den Radteil
übernehmen. Auch Karl's Frau, Irma, und ihr Schwiegersohn in Spe nahmen teil.
Die Wetterprognosen waren zwar etwas unbeständig, der Regen blieb jedoch grossteils aus und es war schwül und warm. Obwohl ich keine zu grossen Ambitionen hatte, konnte ich doch nicht anders, als die auf den ersten 3 Runden führende Dame beim ersten kleinen Tempoeinbruch zu überholen und lief somit Damenbestzeit. Radler Karl hielt sich wacker, kam einmal kurz von der Rennstrecke ab, wurde durch Zurufen wieder auf Kurs gebracht, und sicherte uns somit den souveränen 80+ Klassensieg der Mixed Teams. Über das Preisgeld von EURO 40 durften wir uns auch freuen.
Es war ein feines kleines Event, mit überschaubarem Starterfeld, ganz im Gegenteil zur boomenden Triathlonszene mit zig-tausenden Mitbestreitern. Am Abend gab es ein gemütliches Zusammensein bei Speis und Trank, der Andrang hier war eindeutig größer als beim Teilnehmerfeld - aber es bot einen wunderbaren Ausgleich. Man hatte Gelegenheit, alte Rennerlebnisse auszutauschen und es wurde viel diskutiert.
Am Sonntag fuhren dann einige noch den Gmündner Radmarathon, während ich mit Karl und Irma gemütlich per Rad nach Hause fuhr. Es war ein total nettes Wochende, ganz im Fokus Lauf und Rad.