Eines meiner wichtigsten Rennen stand bevor. Der Ironman 70.3 in St.Pölten. Ein Rennen das seinesgleichen sucht. 2400 Starter, davon 82 Profis. Meine Agegroup, die M18 (18-24 Jahre) war mit einem internatonalen Starterfeld von über 70 Athleten vertreten, für welche lediglich drei Slots zur verfügung standen. Ein gewisser Druck war also gegeben... Primär war mein Ziel den Slot, also das WM-Qualifikationsticket für Florida zu holen. Doch alles kam anders...und noch viel besser!
Der Tag war lang. 4:40 wurde die Tagwache erneut eingeführt. Kurz gefrühstückt, ging es schnell nach St.Pölten. Angekommen, dann das übliche Spiel: Rad nochmals checken, für Speis` undTrank` sorgen, Aufwärmen, Einschwimmen... Als co starring war Hafenscher "G" Gernot "dabei" der mich immer mit den neusten News auf der Strecke versorgte, danke auch an dieser Stelle "G"!
Showdown:
Pünktlich um 7:05 (5min nach den Pros) fiel der Startschuss meiner Welle (F18, M18 und F25, M25- über 400 Starter). Als dritter (!) und erster meiner Agegroup stieg ich mit einer Zeit von 26:30 aus dem Wasser. Am Rad machte ich von Beginn an mächtig Druck, sodass ich schon nach wenigen Kilometern die Führungsposition der Amateure übernahm. Der Radpart verlief im Gegensatz zum letzten Jahr doch relativ windig. Zudem gab es aufgrund einer Baustelle eine neue, etwas längere Streckenpassage, weshalb die Zeiten doch einiges langsamer waren wie im Vorjahr… Nichtsdestotrotz, ackerte ich hart- Erst rollte ich durch das gesamte Damenfeld, ehe ich sogar zu den männlichen Pros vor stieß, wie etwa Bernhard Keller (4. beim Ironman Wisconsin). In den Laufschuhen angekommen ging es weiter auf 21km per pedes. Ich lief erstaunlich locker mit einem schönen Rhythmus. Die ersten 10,5km in 37:12 (!), in der zweiten Runde sah die Sache schon ganz anders aus, gezeichnet von den bis dato (102,5km) zurückgelegten Kilometern musste ich das Tempo deutlich drosseln. Dennoch eine super Halbmarathonzeit von 1:19:40.
Resultat: In einer Zeit von 4:17:00 kam ich als Sieger der M18, bester Amateur und einer der jüngsten Athleten überhaupt ins Ziel. Auch in der Gesamtwertung platzierte ich mich mit Rang 37 mitten im Profifeld. Noch vor Weltklasseathleten wie Hans Mühlbauer (3. beim Ironman Japan), Adam Mollnar oder Alexander Frühwirth. Ich bin unglaublich glücklich über das Ergebnis, hätte ich nicht für möglich gehalt
Schauplatz: Obergrafendorf, ein Kurzdistanzrennen das ich mittlerweile schon fast traditionell bestreite. 14h der Start, alles unter dem Motto: Hollywood, alles oder nichts =) Der Schwimmpart verlief für mich sehr zufriedenstellend. In 18:20 konnte ich im Führungstrio das Wasser hinter mich bringen. Doch das Tempo, und der frische See machte meinem Körper doch etwas zu Schaffen. Wie nie zuvor hatte ich mit extremen Schwindel zu kämpfen.
So machte ich bis in die Wechselzone noch ein paar extra Meter. Nein, ehrlich, beim Wechsel selbst hatte ich wirklich Probleme mich richtig auf den Beinen zu halten. Der Bikepart verlief dann deutlich kontrollierter. Nach den ersten Minuten der "Schwindelerholung" fuhr ich dann ein konstantes Tempo. Zu beginn überholte ich Mario Fink (dem besten Österreicher in Clearwater, der heute leider von Krämpfen geplagt "nur" den 10ten Gesamtrang erreichte), gefolgt von Christoph Kullnig. Doch meine Spitzenposition war nur von kurzer Dauer, schon bald schloss die österreichische Elite auf. Zunächst Michael Weiss, kurz darauf gefolgt von Max Renko. In der zweiten Runde schloss auch Alexander Frühwirth auf mich auf. Taktisch günstig setzte er beim Anstieg eine Attacke an, mit einem derartigen Druck dem ich wirklich nicht folgen konnte. Letztenendes war genau dieser Moment rennentscheidend war. Genau dort holte er dann rund 45sec auf mich heraus, die bis zum Ziel nicht mehr zu holen waren. Er hat eben doch ein paar mehr Rennen in den Beinen... ;) Die erste der drei Laufrunden konnte ich gut mithalten, doch dann merkte ich das nichts mehr zu holen war. So lief ich meinen 4ten Gesamtrang, und U23 Sieg sicher ins Ziel.
Fazit: Super Schwimmleistung, solider Radsplit, nur beim Laufen konnte ich mein volles Potenzial nicht ganz ausspielen. Ein zufriedenstellendes Ergebnis, auch der 4te Platz darf sich bei diesem Podest sehen lassen. Für meinen nächsten Act-den Ironman 70.3 in St.Pölten bin ich positiv gestimmt. ;)
Über 1200 Radsportbegeisterte wagten sich über die 125km, eine Runde um den Neusiedlersee. Gestartet wurde um 10:00. Meine Position, wie letztes Jahr im Mittelfeld. Für einen Startplatz ganz vorne, ein VIP Startlatz hätte man einen zusätzlichen Betrag (rund 10€) zum Startgeld zu bezahlen, für ein Training sicher nicht notwendig. Ganz mit dem Gedanken: "die hol ich auch so" ging es von Beginn an vollgas zur Sache, für mich zumindest..., 100te andere gingen es wesentlich gemütlicher an, so rang ich mich von Athlet zu Athlet nach vorne..., bis ich kurz vor der ungarischen Grenze die Spitzengruppe zu Gesicht bekam. Zu diesem Zeitpunkt rund 40min unterwegs, mit Pulswerten jenseits der 150..., aber einmal musste ich noch ausreißen..., Attacke, ich wusste wenn nicht jetzt, dann garnicht..., also rieß ich als einziger meiner Gruppe aus..., sie kamen näher und näher..., es fehlten letztendlich vielleicht 50m, mehr waren es nicht..., doch irgendwann war der Schalter aus..., die Pulsuhr schrie, Pulswerte über 190, und das am Ende des Trainigsblocks... Resultat der Attacke: Führungsgruppe nicht erwischt, blauer wie blau musste ich reißen lassen, bis mich die Verfolger wieder hatten..., ein wirklich harter Moment. Mit Müh und Not konnte ich in der Verfolgergruppe bleiben. Erschwert wurde dieses Unterfangen noch zusätzlich vom Wind, der böig von allen Richtungen blies. Die restliche Zeit fuhr ich schön brav in der Gruppe..., aber jeder weitere Reißer aus Gruppe war für mich mörderisch..., unter 140 Schläge kam ich lange nicht, was für mich eigentlich GAI/II ist. Erst auf den letzten 20km wurde das Tempo meiner Gruppe deutlich gedrosselt. Es wurde taktiert, alles lief auf einen Zielspurt hinaus. Für diesen mobilisierte ich letzte Kräfte und erspurtete meinen 34 Gesamtrang. (3sec schneller und ich wäre 20) Die Dichte war enorm..., aber es war eben nicht mehr drin, ich war komplett Platt, dennoch ein super letztes Training, mit einem 55 minütigen Lauf im Anschluss.
Gestern wars wieder so weit! Das erste Rennen dieses Jahres stand am Programm. Ein Sprintduathlon an der kroatischen Riviera bei Pula. Ein Rennen das nicht unbedingt quantitativ aber viel mehr qualitativ auffiel. Nahezu die gesamte kroatische Triathlon-und Duathlonelite. Es galt 5,5 zu laufen, 22km zu fahren, und weitere 2,75 zu laufen. Zum Rennen:Mein Ziel war es primär nicht gleich beim ersten Lauf zu explodieren. Nach einem soliden ersten Lauf, ohne Explosion gings aufs Rad. Am Rad in einer Sechs- Mann- Gruppe fühlte ich mich gleich deutlich wohler..., wie angenehm radfahren nach so einem Lauf sein kann, unglaublich. Nach kurzem Beine hängen lassen, machte ich dann mit Milovan Matja (einem kroatischen Europa- und Weltcup Starter) mächtig Druck. Der Rest der Meute hielt wenig vom Radfahren und lutschte hinten. So geschah es dass wir auf die Führungsgruppe kaum an Zeit einbüsten. Ging dann erstaunlich gut. Der anschließende Lauf war wieder ein Ringen um Leben und Tod. In Summe ein wirklich solides Rennen, bin wirklich froh über das Ergebnis, gerade wenn man meinen derzeitigen Trainingszustand betrachte.
Hallo meine Lieben! Wie ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, habe ich schon seit längerem keinen Blogeintrag auf triteam.eu hinterlassen. Liegt an meiner neuen Hompage;) Schauts einfach vorbei, dort findet immer die aktuellesten Stories ;)
Trainierts brav, und kommts ja nicht auf die Idee alternativ Sportarten zu suchen..., wie etwa golf..., gell? :D