Am Freitag, dem 5. September, bin ich mit meiner Frau Barbara von Schwechat aus nach Nizza abgehoben. Mit im Gepäck war wieder mal alles, was ein typischer Triathlet an einem Wochene nde eben so braucht: Rad, Neo, Schuhe in zumindest doppelter Ausführung, Kleidung für unterschiedlichste Wetterbedingungen, usw. Der Gru nd für unseren Kurztrip war meine Teilnahme am Ironman70.3 Monaco. Nach der Landung brachte uns ein netter französischer Taxler nach Beausoleil in unser Quartier und zeigte uns auch gleich einen Teil der anspruchsvollen, aber schönen Radstrecke. Im Quartier angekommen, machte ich mich gleich daran, mein Rad auszupacken und zusammenzubauen, um die erste Erkundungsrunde zu starten. Kurz gesagt: kurzes Flachstück gleich am Anfang und dann bergig, ziemlich bergig, mit engen Serpentinen. Am Samstag ging ich mit meinem Freund Geza und unseren besseren Hälften zum Schwimmtraining ans Meer. Geza und ich schwammen ungefähr 200 raus zu einer kleinen Holzplattform, wo wir eine kurze Orientierungspause einlegten. Als wir so auf der Plattform saßen, tauchte plötzlich der Worldchampion himself - Macca - auf und kam ebenfalls auf die Plattform. Wir wechselten ein paar Worte und ich muss sagen, dass er mir auf Anhieb sehr sympathisch war, keine Spur von Arroganz oder sonstigen Dingen, die ihm manche vorhalten. Er war auch mit einem Freund unterwegs. Als sie weiterschwammen, sprangen Geza und ich gleich hinterher und versuchten, das Tempo mitzugehen. Es blieb aber nur bei einem kurzen Versuch... Den Rest des Tages verbrachten wir mit kurzem Lauftraining und natürlich mit Sighstseeing. Es ist schon ein Wahnsinn, wieviel Geld da auf den Straßen rund ums Kasino herumkurvt. Nach dem Einchecken am Abend gab's noch ein gutes Essen und dann ging's ab ins Bett. Früh am Sonntag Morgen läutete der Wecker, ihr kennt ja alle die Prozedur vor einem Ironman-Bewerb. Bepackt mit Luftpumpe, Neo, und was sonst noch alles dazu gehört machten wir 4 uns um 05:30 auf den Weg in Richtung Startgelände. Dabei mußten wir mit einem öffentlichen Lift hinunter zum Strand fahren. Wie aus dem Nichts tauchte schon wieder Macca auf und wir gingen gemeinsam zum Startgelände. Ein Wahnsinn, oder? Das kann nur ein gutes Omen sein, dachte ich mir!
Jetzt aber mal zum Rennen: Pünktlich um 07:00 stürzten sich ca. 1100 AthletInnen ins Meer. Der Startbereich war ca. 300m breit, das Blöde war aber, dass es nach ca. 200m auf ca. 60m zusammen ging. Die Folge waren Überlebenskämpfe der schlimmsten Sorte. Völlig fertig kam ich nach ca. 34 Minuten in die T1. Ab aufs Rad. Der längste Anstieg kam schon nach 1km. Ich fühlte mich sehr gut und konnte Athlet um Athlet überholen. Gott sei Dank regnete es nicht, da die Abfahrten zum Teil sehr eng und kurvig waren. Ich brauchte für die 90km-Schleife mit 1550 Hm 02:44 Stunden. Inzwischen
Wie schon im letzten Jahr gab es einen kleinen Ciclopia-Tri-Team Wochenendausflug nach Mondsee - zu einer Kurzdistanz zum Saisonabschluss 2008.
Leider hatte sich heuer die komplette Strecke geändert, somit konnte ich die Zeiten zum Vorjahr nicht vergleichen. Die Schwimm- und Laufstrecke waren nett und zuseherfreundlich, die Radstrecke war leider nicht so schön wie in den letzten 2 Jahren. Die letzten 15km der Radstrecke waren zum Teil auf einem engen Radweg oder auf Nebenfahrbahnen mit sehr vielen engen gefährlichen Kurven, wo man nur mit Abbremsen und wieder voll in die Pedale treten beschäftigt war. Schwer war es auch, die Motivation zu finden, da der Start erst um 16h war. Man sitzt oder liegt den ganzen Tag herum und weiss nicht recht was man tun bzw. essen soll.
Dennoch kann ich mit meinen Zeiten sehr zufrieden sein. Von 20 Startern in meiner Alterklasse hatte ich die 11. Schwimmzeit, 7. Radzeit und (eh klar) nur die 14. Laufzeit.
Resümee 2008
Die ganze Saison war eigentlich ein Erfolg. In allen Bereichen habe ich mich verbessert, vorallem beim Schwimmen schaffe ich alle Distanzen ohne Bedenken in Kraultechnik (was ich ja erst im Frühjahr 2007 lernte). Im zweiten Jahr (nach einer Wintersaison mit Trainer) gleich eine Halbdistanz absolviert zu haben freut mich besonders.
Die Wettkämpfe nach St. Pölten waren ebenfalls sehr nett. Kurzdistanz am Stubenbergsee, Cross-Triathlon in Mönichwald und Sprintdistanz in Blindenmarkt. Die Sprintdistanz war nun mein einziger Vergleich zum Vorjahr, wo ich mich um 5 Minuten verbessert hatte.
In diesem Sinne möchte ich mich bei Gerald bedanken, der mich super gesteuert hat.
Im September gehen wir noch eine Woche Mountainbiken in die Dolomiten, bevor dann wieder das ruhige Trainingsprogramm im Oktober startet. Ich freue mich schon auf die langsamen Einheiten, obwohl dies auch bedeutet, dass der Winter kommt.
Und nächste Saison reiss ich in der W-40 (jaja, es ist schon soweit) alles nieder :-))
Am 24. August bin ich beim Powerman Duathlon in Weyer in der Kurzdistanz an Start gegangen. Nachdem bekanntermaßen Schwimmen nicht meine Lieblingsdisziplin ist, dachte ich mir, dass könnte lustiger werden und ich kann auch mal bei einer längeren Distanz mein Glück versuchen. Ich hab den Duathlon für meine Verhältnisse sehr gut über die Bühne gebracht und sogar die vom Coach geplante Wettkampfzeit einhalten können. Es hat mir total Spaß gemacht und das von Gerald in den letzen beiden Monaten dafür vorgeschlagene Training ist meiner Meinung nach gut aufgegangen.
Die Strecke ist super! In den beiden Laufrunden sind 100hm eingebaut. Die Radstrecke hat laut meiner Messung (und die ist schon auf Geodaten korrigiert) ca. 480 Höhenmeter. Die ersten paar km gehen relativ eben dahin, da kann man die Beine gut vom Laufen aufs Radeln umgewöhnen. Dann geht es gleich mit 3/4 der gesamten Höhenmeter in einen Anstieg auf die Kreuzgruber Höhe mit tlw. 18% Steigung. Von dort gab ich meinem Cannondale Slice, das hier erstmals zum Wettkampfeinsatz kam, die Sporen. Nach der rasanten Abfahrt und einigen km in der Ebene geht es nach einem Anstieg rauf nach Großraming kupiert zurück nach Weyer. Eine Strecke, auf der man jedenfalls Vollgas geben kann. Das ganze Event war toll organisiert und die vielen, vielen Zuschauer bejubelten einen entlang der Strecke und im Zielkanal wurde jeder Finisher mit tosendem Applaus gefeiert! Es war schon eine tolle Stimmung!
Nun zu den Details: Bei den Herren bin ich von 133 Finishern 70iger geworden mit einer Gesamtzeit von 2:21:06. Mit dieser Platzierung im Mittelfeld bin ich sehr zufrieden. Den ersten Laufsplit über 7,5 km konnte ich im Schnitt mit 4:45 min/km in 35:39 min absolvieren. Auf den Radsplit bin ich besonders stolz! Die 38 km mit den knackigen Höhenmetern bewältigte ich mit ca. 34 km/h in 1:06:57, was mir Platz 30 für den Radsplit bescherte. Das 2. mal Laufen hab ich sehr hart empfunden. Die 7 km kosteten mir mit 5:04 min/km ganze 35:29 min. Beim Wechseln vergeudete ich in Summe ca. 3 min.
Der IM 70.3 in St. Pölten war mein Vorbereitungswettkampf für meinen Saisonhöhepunkt - den Ironman Austria in Klagenfurt am 13.7.08.
Voller Spannung erwartete ich mit vielen anderen Athlet/innen den Startschuss und schon bewegte sich die Masse in Richtung erste Boje. Die Schwimmherausforderung bei diesem Wettkampf war der Landgang von ca. 300 m zwischen dem Viehofner und dem Ratzersdorfer See, in welchem die restliche Schwimmstrecke absolviert wurde. Da wir dies am Freitag vor dem Wettkampf mit Gerald trainierten, wusste ich bereits was auf mich zukommen würde. Nach einem gelungenen Schwimmstart - ich bin trotz vieler Schlingpflanzen am Start nicht hängen geblieben - legte ich die Schwimmstrecke von 1,9 km und dem Landgang in 36:58 zurück - ist ok, aber noch sehr ausbaufähig. Nach einem etwas verpatzten Wechsel von Schwimmen auf Rad (das Neo ausziehen ist halt so eine Sache) ging es dann auf die selektive Radstrecke von 90 km. Der Höhepunkt dabei waren die 18 km auf der S33 bis zur Abfahrt Traismauer Nord - rauf auf den Aufleger und das Rauschen der Xentislaufräder einfach genießen - ein geniales Gefühl. Mein Ziel war die Radstrecke, die doch einige Höhenmeter hatte, unter 3 Stunden zu fahren, was mir mit 2:58:09 auch gelungen ist. Danke muss ich an dieser Stelle Günter sagen, der mich nach der 9 km langen Steigung von Aggsbach nach Gansbach eingeholt hat und mit mir bis zum Ende der Radstrecke noch fest Tempo machte (dickes Bussi). So, zum Abschluss noch der Halbmarathon. Motiviert durch die erreichte Radzeit, rannte ich einfach in einem zügigen Tempo (4.30 bis 4:45) los und konnte dieses bis Kilometer 13 auch ganz gut halten (danke Doris, hat Spaß gemacht mit dir zu laufen :-)), dann ging ich mit dem Tempo etwas zurück und finishte den HM in 1:44:18 - was mich persönlich sehr gefreut hat. Nach einer insgesamten Zeit von 5:27:15 lief ich dann zufrieden über die Ziellinie.
Ein besonderes Dankeschön gilt unserem tollen Betreuungsteam (Gerald, Sabine, Jeff, Andi, Gü, Martin, Ulli mit der kleinen Daniela, Lisi, Petra, Clausi Eltern), die uns im Wettkampf super unterstützt und motiviert haben - es war immer eine Freude an euch vorbeizulaufen :-)!
Zum Abschluss dieses tollen Wettkampftages stärkten wir uns in gemütlicher und lustiger Runde gemeinsam mit Sabine, Jeff, Dani und Andi bei deftigen Schinkenfleckerln und gebackenen Mäusen im Fischerbräu.
Das Wochenende fing schon gut an, denn ab Donnerstag kamen schleichend die Zahnschmerzen. Aber was kann man schon an einem langen Wochenende tun, außer abends mal ein Parkemed einwerfen und hoffen, dass die Schmerzen nicht mehr wiederkommen.
Am Freitag trafen sich alle Ironman 70.3 Starter des Ciclopia Tri Teams mit Gerald, um die Schwimmstrecke zu testen und den Landweg dazwischen zu analysieren. War ein guter Schachzug, denn die Algen und Gräser am Arm und im Gesicht waren am Freitag noch grausig, aber am Samstag total egal.
Samstags ging es dann los. Meine erste Halbdistanz vor mir, fuhr ich mit Fladi und Philipp nach St. Pölten. Die Stimmung am Schwimmstart war echt lässig. Kurzer 'Abschiedskuss' von Fladi, und dann ertönte schon unser Start. Anfangs war das Getümmel noch recht heftig, nach der ersten Boje habe ich dann relativ schnell mein Tempo gefunden. Die Zeit verging sehr schnell, vielleicht war es auch durch den Landaustieg dazwischen kurzweiliger. Ehe ich mich versah war ich schon das erste Mal in der Wechselzone. Es ist lässig, wenn man dort schon die Anfeuerungen von den Freunden mitbekommt.
Und endlich durfte ich mit dem Rad auf die Schnellstrasse auffahren, worauf ich mich schon seit Wochen gefreut habe. Ich glaube ich war immer so um die 35km/h unterwegs, obwohl es leichten Gegenwind gab. Die erste Steigung dann nach Krustetten war auch kurzweilig, bis man dann in der Wachau die B33 für ca 30km runterkurbeln musste. Hier wurde es dann kurzzeitig fad, und mein Zahn meldete sich zum ersten Mal. In den einzelnen Ortschaften wurde man durch die Zuschauer wieder ein bisschen abgelenkt. Irgendwann fuhr ich über etwas drüber, und am Vorderrad klebte dann ein Papierstreifen. Er löste sich leider nicht mehr ab und ich musste mir die ganze Zeit diese nervende Geräusch anhören. Stehen bleiben wollte ich aber auch nicht unbedingt, denn ich war ständig damit beschäftigt mich für den kommenden Berg mit Kohlenhydraten zu versorgen. Kurz bevor es mit der Steigung nach Gansbach losging, kamen die Magenkrämpfe. Ich hab nicht verstanden wieso, dachte nur, dass es schon wieder vergehen würde. Nach der Abzweigung blieb ich schließlich dann doch stehen, um das störende Papier zu entfernen. Der Aufstieg nach Gansbach war dann sehr abwechslungsreich, denn bald stand Stefan B. mit dem MTB da und fuhr brav mit Abstand ein Stück mit. Am Asphalt leuchtete manchmal 'FLADI & PEZ' auf, und angetrieben von alldem war schon Gansbach vor mir. Überraschenderweise standen nach der Labestation auch noch Werner, Heidi,Ruth und Nora, um uns anzufeuern. Dann ging es wieder bergab, aber das Beste war, dass wieder alle 100m nur 'FLADI & PEZI' stand, und das ca 20x. Es war echt lustig!!!!! Was für ein Heimvorteil! Von Gansbach hat es sich leider noch sehr gezogen bis man wieder in St. P